Wie erkennt man rote Milben und welche Auswirkungen haben sie auf Geflügel?

How to recognise red mites and what are their effects on poultry?

Rote Milben, oder Dermanyssus gallinae, sind blutsaugende Parasiten bei Hühnern. Sie verbreiten sich über Wildvögel oder gebrauchte Ställe und gedeihen an warmen, dunklen Orten. Bekämpfen Sie sie mit heißem Wasser und geeigneten Unterkünften.

 

Was sind rote Vogelmilben?

Rote Vogelmilben sind äußere Parasiten, die sich vom Blut der Hühner ernähren und im Hühnerstall leben. Diese winzigen Schädlinge sind hauptsächlich nachts aktiv, was ihre Entdeckung erschwert.

Rote Vogelmilben werden durch Wildvögel, neue Tiere in der Herde oder gebrauchte Holzställe eingeschleppt. Beziehen Sie Ihre Hühner stets von seriösen Züchtern, um das Risiko zu minimieren. Da rote Milben in kommerziellen Beständen weit verbreitet sind, ist bei geretteten Hennen besondere Vorsicht geboten.

Lebensraum und Lebenszyklus der roten Vogelmilbe

Rote Vogelmilben bevorzugen warme, dunkle Verstecke wie Sitzstangenenden, Ritzen oder Bereiche unter Dachpappe. Besonders gerne siedeln sie sich auf weichem Holz an und verstecken sich in Nut- und Federverbindungen. Ihr Lebenszyklus vom Ei bis zur ausgewachsenen Milbe dauert nur 5–10 Tage, was zu extrem schnellen Befallsentwicklungen führt. Ein einzelnes Huhn kann innerhalb von 9–10 Wochen von über 26.000 Milben befallen sein – insbesondere im Frühling, Sommer und Herbst.

Rote Vogelmilben erkennen

Junge rote Milben erscheinen weiß oder grau und färben sich nach dem Blutsaugen rot oder braun. Ein Befall führt zu Blutarmut, verringerter Eierproduktion, Gewichtsverlust und kann im Extremfall tödlich enden. Achten Sie auf Anzeichen wie ascheartige Ablagerungen, Juckreiz nach der Stallreinigung oder Hennen, die sich weigern, auf der Stange zu schlafen.

Rote Vogelmilben bei Hühnern

Auswirkungen von roten Vogelmilben auf Geflügel

  • Gesundheit: Blutarmut, blasse Kämme, Lethargie und Hautreizungen, die Federpicken und Infektionen begünstigen.
  • Produktivität: Rückgang der Eierproduktion und dünnere Eierschalen.
  • Verhaltensänderungen: Unruhe, häufiges Putzen und auffälliges Verhalten.
  • Krankheitsübertragung: Verbreitung von Krankheiten wie Salmonellen und Geflügelpest.

Umgang mit einem Milbenbefall

Je nach Stalltyp sind unterschiedliche Maßnahmen erforderlich. Da rote Vogelmilben im Stall und nicht auf den Hühnern leben, ist die Stallhygiene entscheidend. Vermeiden Sie das Abspritzen mit Wasser, da dies die Milben nur verteilt. Stattdessen sollten hohe Temperaturen eingesetzt werden.

Ställe aus recyceltem Kunststoff :

  1. Zerlegen Sie den Stall und legen Sie die Teile (außer der automatischen Tür) in heißes Wasser.
  2. Größere Teile mit heißem Seifenwasser abwischen und das Tuch regelmäßig ausspülen.
  3. Stall mit frischer Einstreu wieder zusammensetzen.

Geblasene Kunststoffställe:

  1. Stall zerlegen und alle Teile in heißem Wasser einweichen.
  2. Große Flächen mit Seifenwasser reinigen.
  3. Belüftete Paneele gründlich ausspülen.

Holzställe:

  1. Stall zerlegen und Dachpappe entsorgen.
  2. Verbleibende Milben mit ungiftigen Flüssigkeiten oder einer Heißluftpistole bekämpfen.
  3. Holzenden mit Kerzenwachs einreiben, um ein Eindringen zu verhindern.
  4. Bleibt der Befall bestehen, sollten Sie den Stall ersetzen .

Zusätzliche Behandlungsmöglichkeiten

Kräuter- oder chemische Präparate können über das Trinkwasser verabreicht werden, um Milben zu bekämpfen. Holen Sie sich hierzu tierärztlichen Rat.

Kräuterbehandlung gegen rote Vogelmilben

Top 5 Tipps zur Vorbeugung von Milbenbefall

  1. Neue Tiere vor der Eingliederung gründlich kontrollieren.
  2. Kontakt zu Wildvögeln durch Volieren und geschützte Futterstellen minimieren.
  3. Stellen Sie Staubbäder mit Holzasche oder Kieselgur bereit.
    Staubbäder für Hühner
  4. Achten Sie bei der Reinigung auf ascheartige Rückstände.
  5. Nutzen Sie Kunststoffställe für eine leichtere Reinigung und bessere Hygiene.

Mit diesen Maßnahmen können Sie rote Vogelmilben wirksam bekämpfen und einem erneuten Befall vorbeugen – für gesündere und produktivere Hühner.

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