Der Start in die Hühnerhaltung ist spannend, aber mit einer Lernkurve verbunden. Viele Anfänger machen die gleichen Fehler – was zu Stress, kranken Hühnern oder teuren Reparaturen führen kann. Hier sind 12 häufige Fehler, die neue Hühnerhalter vermeiden sollten, um eine glückliche, gesunde Herde zu gewährleisten.
1. Übernommene Hühner: Wissen, was auf dich zukommt

Ehemalige Legehennen (oft „Rettungshennen“ genannt) wurden gezüchtet, um in den ersten 72 Wochen so viele Eier wie möglich zu legen. Danach werden sie meist geschlachtet. Diese Tiere bringen häufig gesundheitliche Probleme aufgrund intensiver Zucht und früher Lebensbedingungen mit.
Sie verdienen eine zweite Chance, aber Halter müssen auf zusätzliche Pflege und mögliche Herausforderungen vorbereitet sein.
2. Gebrauchtes Holzgehege: Risiko Rote Vogelmilbe
Gebrauchte Holzställe können mit Roten Vogelmilben befallen sein, feucht, morsch oder verzogen. Frage den Verkäufer, warum er den Stall abgibt – bei Verdacht auf Milben sofort Abstand nehmen. Einmal etabliert, sind sie fast unmöglich zu beseitigen. Es ist klüger, von Anfang an in einen langlebigen, leicht zu reinigenden, wasserdichten Stall zu investieren. Unsere Ställe sind dafür perfekt geeignet!
3. Geflüchtete Hühner auf Auktionen: Vorsicht beim Kauf
Während einige seriöse Züchter überschüssige Tiere auf Auktionen verkaufen, nutzen viele diese, um Problemhühner loszuwerden, die oft Krankheiten wie Mycoplasma Gallisepticum übertragen. Kaufe immer bei freundlichen, hilfsbereiten lokalen Züchtern, die gesunde Tiere und Beratung zur Nachsorge anbieten.
4. Hähne: Überlege, bevor du einen hinzufügst

Neue Halter werden oft überredet, einen Hahn zu übernehmen – sei es als Teil eines Zuchttrios oder um einen unerwünschten Hahn von jemand anderem aufzunehmen. Aber du brauchst keinen Hahn, um Eier zu bekommen. Hähne können laut, aggressiv sein oder Nachbarn stören. Du kannst jederzeit später einen hinzufügen, wenn du erfahrener bist.
5. Kleine Ausläufe: Zu wenig Platz
Hühner schlafen und legen nur im Stall. Den Rest der Zeit brauchen sie Auslauf, um sich zu strecken, zu scharren und natürliche Verhaltensweisen auszuleben. Ein kleiner Auslauf (besonders direkt am Stall) reicht nicht aus. Plane mindestens 4 m² pro Huhn. Der Nestera Auslauf, kompatibel mit dem Large Penthouse, ist ein nützlicher Bereich für kurze Aufenthalte, bevor die Hühner ins Freie oder in einen größeren, umzäunten Bereich gelassen werden.
6. Heu? Nein!

Verwechsle Heu nicht mit Stroh.
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Stroh (von Getreidepflanzen) ist ideal als Einstreu.
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Heu (getrocknetes Gras) ist nicht sicher: Hühner fressen es oft, was zu Krummdarmverstopfung oder tödlichen Atemwegsinfektionen wie Aspergillose durch Schimmelsporen führen kann.
Bleibe bei Stroh für eine sichere, gesunde Haltung.
7. Maschendraht: Nicht Raubtier-sicher
Maschendraht ist nicht geeignet zum Sichern von Ausläufen. Er hält Hühner drinnen, aber keine Raubtiere draußen. Nutze stattdessen verzinktes oder beschichtetes Schweißgitter, das stärker und räuberresistent ist.
8. Füchse: Schlau, heimlich und gefährlich

Füchse sind hervorragende Jäger: geschickte Kletterer, graben gut und sind meist nachtaktiv. Schütze deine Herde durch:
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Ein Drahtgeflecht am Auslaufboden
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Abdeckung des Auslaufs oben
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Installation von elektrischen Zäunen oder elektrischem Geflügelnetz, die Füchse meiden
9. Nachtaktive Raubtiere: Automatisiere den Schutz
Raubtiere schlagen oft zu, wenn man den Stall bei Dämmerung nicht schließt. Das Leben wird beschäftigt – und Raubtiere wissen das. Unser automatischer Stalltüröffner ist eine sinnvolle Investition und kann deine Herde retten.
10. Nagetiere: Futter unter Kontrolle halten
Nagetiere werden von übrig gebliebenem Futter angezogen und können schnell ein Problem werden. Vorbeugen durch:
- Nur das Tagesfutter in den Napf geben (nicht verstreuen!)
- Ein Futterautomat mit Trichter, der nachts entfernt wird
- Auf einen Tritt-Futterspender umstellen, idealerweise erhöht montiert
So erhalten auch kleinere oder rangniedrigere Hühner Zugang zum Futter.
11. Wasser: Täglich frisch halten

Große Tränken wirken praktisch, aber schmutziges Wasser fördert schnell Bakterien. Verunreinigtes Wasser kann deine Herde krank machen. Gewöhne dir an, Tränken täglich zu reinigen und mit frischem Wasser zu füllen.
12. Nicht das Grit vergessen!

Gemischtes Hühnergrit ist wichtig für die Verdauung und starke Eierschalen. Vermeide kleine Plastikbehälter – kaufe lieber einen großen 20 kg Sack und biete ihn in einem separaten Behälter an. Er kann über Nacht draußen bleiben und sollte bei Bedarf nachgefüllt werden. Hühner in Ausläufen benötigen Grit mehr als frei laufende Tiere, die Mineralien natürlich aufnehmen.
Fragen oder mehr erfahren? Sieh dir unseren Anfängerleitfaden zur Hühnerhaltung an oder kontaktiere unser freundliches Team!
